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Alle von uns wissen, dass sobald eine schwerere Herzschwäche diagnostiziert wird, von einer möglichen Herztransplantation als Behandlung gesprochen wird. Je nachdem, wie früh eine Herzschwäche festgestellt und behandelt werden kann, egal ob medikamentös oder mit moderner Kardiotechnik, wie VAD, Life Vest, Schrittmacher, etc. – sich als Patient mit einer möglichen Transplantation und den damit verbunden Konsequenzen auseinanderzusetzen.

Mittlerweile ist das größte und offensichtlichste Problem bei dem Thema auch allgemein in der Gesellschaft bekannt .

Der Bedarf an Organen wird immer größer, aber das zur Verfügung stehende Angebot wird immer weniger !

Es gibt dafür mehrere Gründe:

  • Es wird zu wenig über Organspende aufgeklärt und die meisten Mitmenschen, mit denen ich spreche, wissen nicht genau, wie das Organspendesystem in Deutschland funktioniert und geregelt ist.
  • Es ist auch nicht allgemein bekannt, dass man sich selbst AKTIV Organspender zu erkennen geben muss. Das heißt NICHT, dass man sich in irgendeinem Verzeichnis registrieren lassen muss. Dafür reicht ein komplett ausgefüllter und KOSTENLOS ERHÄLTLICHER  Organspendeausweis in jeglicher Form (Papier, Plastik oder digital als Handy-App), den man mit sich führen und im Bedarf vorzeigen kann bzw. auffindbar machen muss. Ein solcher ist problemlos und mit minimalem Aufwand zu bekommen.
  • Die „Alters-Schere“ oder neudeutsch „AGEGAP“: Wir haben immer mehr alte Mitbürger, aber durch die geburtsschwachen Jahrgänge kommen zu wenige nach. Außerdem werden die Leute im Schnitt auch immer früher und schwerer krank, die dann zur Unbrauchbarkeit der Organe führen. (Natürlich darf neben vielen anderen Faktoren das Alter von einem Spender nicht zu weit auseinander vom Alter des Bespendeten liegen, aber trotzdem sollte man auch diesen Fakt nicht von der Hand weisen)
  • große Organspende-Skandale, die diesem Verfahren eine enorme Rufschädigung zugefügt und das Thema Organspende in ein schlechteres Licht gerückt haben – national, wie aber auch international.
  • Die aktive Einwilligung eines Spenders, die, soweit ich weiß, auch nur bei uns erforderlich ist. In anderen Ländern gilt meistens, dass jede mündige Person Organspender sein kann, außer er, ein Vormund oder die Angehörigen widersprechen.

Fakten und Zahlen die das Problem bei Organspende nochmals verdeutlichen

(Quelle: https://www.organspende-info.de/ Bild: https://www.aerztezeitung.de/Bilder/Herz-Op-Bei-Transplantationspatienten-koennte-das-170100.jpg)

  • 9.100 Menschen in Deutschland warteten auf ein neues Organ (Stand 31.12.2020). Die meisten von ihnen warten auf eine Spenderniere.
  • Es gab in Deutschland gerade mal 913 postmortale Organspenderinnen und -spender, 19 weniger als im Vorjahr 2019 und die Zahl nimmt immer weiter ab (Stand 31.12.2020)
  • Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 358 Herzen transplantiert. Zum Stichtag, dem 31.12.2022, standen aber 699 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für eine Herztransplantation. Im Laufe des Jahres 2022 meldeten Krankenhäuser 507 neue Patientinnen und Patienten, die ein Spenderherz benötigen

Doch jeder Spender kann mit minimalem Aufwand aktiv Leben retten, jeder Spender rettet im Schnitt 3 Leben, berichtet die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

Die Erfolgsaussichten einer Herztransplantation verbessern sich mit neuen Entwicklungen in der Medizin auch stetig. Heute arbeiten von 100 transplantierten Herzen ein Jahr nach der Operation noch etwa 80. Nach fünf Jahren sind es noch 70 und auch ich habe in meiner Laufbahn als Herzpatient viele Transplantierte kennengelernt, die mit ihrem Spenderherz bereits 15 Jahre, 20 Jahre oder noch länger mit wenigen bis gar keinen überschaubaren Konsequenzen gelebt haben.

Diese Daten wurden europaweit in einer Studie über einen Zeitraum von 1990 bis 2021 erfasst.

?DOCH WAS KANN MAN AKTIV TUN, UM SEINE CHANCEN AUF EIN HERZ ZU VERBESSERN ?

Die Lösung ist einfach, aber effektiv! Sprecht das Thema offen an, klärt euren Verwandten- und Bekanntenkreis auf und bittet auch sie aktiv „Werbung“ für Organspende zu machen. Teilt diesen Blog oder diesen Beitrag, sowie die unzähligen Seiten, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Oder startet eine Petition. Nutzt soziale Netzwerke…die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig und jede kann die Chancen verbessern!

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Jede Form des Organspendeausweises wird immer kostenlos von der BZgA angeboten

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